Sinnbild des Museums, Zeichnung: Elmar Sommer
Schriftzug musée imaginaire
Das Waldinnere:
Reinhold Koeppel - Junger Schlaefer

„Junger Schlaefer”
Reinhold Koeppel
Zeichnung
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Aufbewahrungsort  
Bildtitel   „Junger Schlaefer”
Künstler Lebensdaten:

Geb. 1887 in Oschersleben an der Bode, Sachsen,
gest. 1950 in Waldhäuser

1905/06 Ausbildung zum Kunsthändler
Einjähriger in Dresden (k. sächs. Leibregiment)
Lernt den Galeriedirektor Dr. Woermann kennen

1906 Auf umfangreichen Wanderungen kommt er erstmals nach Waldhäuser

1907 Für einige Wochen in Waldhäuser. Beginn als Maler.

1908 Kauf des alten Schulhauses in Waldhäuser.
Erstes Bild „Frühlingssturm am Hochmoor“, veröffentlicht in der „Jugend“ (1909). Im Winter als Kunsthändler tätig.

1911/12/13 Winter in Paris. Aufnahme in die von Rodin mitbegründete „Union internationale des beaux arts et des lettres“

1915 – 19 Kriegsfreiwilliger in Rußland (zunächst Kriegsmaler, dann Flieger). Nach dreimaligem Absturz Heimkehr, gesundheitlich geschwächt.

1920 Heirat mit Hanne Möslinger aus Neustadt/Rheinpfalz

1930 – 1945 Ärztlich verordnete Malpause

Ab 1945 wieder als Maler tätig

1946 Gründungsmitglied der „Donau – Wald –Gruppe

Lebensbild nach Siegfried von Vegesack

Reinhold Koeppel, der „Maler des Böhmerwaldes“, wurde am 21. April 1887 in Oschersleben an der Bode am Harz geboren. Sein Vater war Buchhändler. Seine Mutter starb als er 3 Jahre alt war. Zusammen mit seinen vier Geschwistern ist er „ziemlich wild“ (Siegfried v.Vegesack) aufgewachsen. Der alte Garten, der das Elternhaus umgab, war einmal ein Friedhof gewesen, natürlich spukte es darin. Von den vielen Streichen aus den Kindertagen erzählte der Maler gern in vorgerückter Stunde bei einem Schoppen Wein. Das Motto, das er später auf die Tür seiner Bauernstube malte, hatte hier seinen Ursprung:

„Wild Wächst, Was Wachsen Will!“

Der Vater hatte großes Verständnis für seine Kinder und deren Freiheitsdrang. Der junge Koeppel wurde schon damals der „Waldläufer“ genannt und ein Waldläufer blieb er sein Leben lang, solange er noch laufen konnte.

Ausstellungen
1910 „Steinklopfer“ im Münchner Glaspalast

1911, 12, 13 Paris

1912 -14 Passau, Mannheim, Dresden

1921 „Mittagsrast der Holzhauer“ im Glaspalast

1928 „Maskentanz der Holzhauer“ in der neuen Sezession München

1931 Kollektivausstellung Nürnberg (Norishalle)

1933 Kollektivausstellung Regensburg

1947 Gesamtausstellung in Regensburg zum 60. Geburtstag

1967 Alfred Kubin zum 90. - Reinhold Koeppel zum 80. Geburtstag - Museum der Stadt Regensburg

Ab 1946 gemeinsame Ausstellungen mit der Donau – Wald - Gruppe

Stimmen

Alfred Kubin:
„Ich erwähne hier nur eines der vielen Glanzstücke dieses echten Meisters des Böhmerwaldes - ‚Fasching in Waldhäuser’ -, das in stark bunten, mächtigen Flächengefügen fast an einen Brueghel rezidivus erinnert und doch völlig sein Eigentum bleibt.“

„Er ist mit seiner im Volkstum und in der Landschaft seiner Wahlheimat, dem Bayerischen Wald, verwurzelten Kunst ebenso wie durch sein goldechtes, tiefes Künstlerleben und seinen nie versagenden Humor zum erfrischenden Quell für viele Menschen geworden, die ihm in seinen Bildern oder freundschaftlich näher traten.“ (zum 50. Geburtstag Koeppels, 1937)

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